Braunschweiger Zeitung, 08.05.2009
Kultusministerin informiert sich über das von der Bürgerstiftung initiierte Projekt "Wirtschaft in die Schule"
Shirin, Christina und Sarah haben schon ganz konkrete Berufswünsche. Dennoch profitieren sie vom Praxisteil des Projekts "Wirtschaft in die Schule". Interessant sei es, aber auch anstrengend. "Wir erfahren, dass es nicht einfach wird im Berufsleben", so die Mädchen.Die drei 14-Jährigen sind Schülerinnen der Nibelungen-Realschule. Diese und die Realschulen Maschstraße und Georg-Eckert-Straße nehmen an dem im vergangenen Jahr von der Bürgerstiftung Braunschweig initiierten Projekt "Wirtschaft in die Schule" teil.
220 Mädchen und Jungen bietet es zurzeit eine vertiefte Berufsorientierung. Nach einer Analyse ihrer persönlichen Stärken und Schwächen erhalten sie einen stärkeren Einblick in die Praxis kaufmännischer und technischer Berufsfelder. Das vierte Projekt-Modul dient im nächsten Schuljahr der Vorbereitung auf die Kontakte mit Firmen sowie dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
"Ich bin überzeugt, dass das Projekt eine hervorragende Möglichkeit ist, die Berufsvorbereitung besser zu gestalten", erklärt Ulrich E. Deissner, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung. Diese habe als "Netzwerkpartner" die Leitung übernommen. Mit der Umsetzung der Module seien die Volkshochschule, die Ausbildungswerkstatt und das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft beauftragt.
Die Finanzierung trägt die Agentur für Arbeit zu 50 Prozent, die andere Hälfte die Bürgerstiftung und hiesige Unternehmen. Beratend und unterstützend sind zudem die Industrie- und Handelskammer, der Arbeitgeberverband, die Braunschweig Zukunft GmbH sowie ehrenamtliche Zeitstifter tätig.
"Wir haben leider keinen Scheck bekommen, aber ich hoffe, das Ministerium wird Wege finden, uns zu unterstützen", so Ulrich E. Deissner im Anschluss an den Informationsbesuch von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann. Diese hatte betont, sie nehme das Projekt, das Modellcharakter haben könnte, mit großem Interesse zur Kenntnis.
"Die Bedeutung des Projekts für die Agentur für Arbeit wird am Finanzierungsanteil von 50 Prozent deutlich", unterstreicht Agenturleiter Harald Eitge. Seine Intention: "Wirtschaft in die Schule" an allen Braunschweiger Realschulen anzubieten.
"Dafür brauchen wir dringlich noch Gelder", so Eitge. Für die Stadt erklärte Wirtschaftsdezernent Joachim Roth, das Pilotprojekt biete über die enge Verzahnung der Akteure aus Bildung und Wirtschaft einzigartige Möglichkeiten für die Berufsorientierung und sollte nachhaltig betrieben werden.
Für die Bürgerstiftung sagte ihr Vorstandsvorsitzender zu, dass Erträge des Bürgerbrunches am 7. Juni sowie eines Benefiz-Golfturniers für den Fortgang des Projektes "Wirtschaft in die Schule" eingesetzt werden sollen.
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/10288476








